„wie kann der neustart am theaterplatz gelingen?“ gute frage. der theaterclub luzern suchte im rahmen eines mehrteiligen podiums antworten darauf. nun, es gibt eine gute und eine schlechte nachricht zu vermelden. beginnen wir mit der schlechten: hinter den kulissen wird zwar eifrig gearbeitet an der „vision theaterwerkplatz luzern“, in einem jahr sollen die ergebnisse vorliegen, doch da ist immer noch dieser elefant im raum, diese unangenehme wahrheit, die niemand anzusprechen wagt, dass nämlich das alte theater das grösste hindernis ist auf dem weg zu einem neuen. sowohl die bevölkerung wie die politik wollen am heutigen standort im zentrum der stadt an der reuss festhalten. das ist erfreulich. nur müsste endlich jemand hinstehen und den menschen erklären, dass es ein tolles neues theater an diesem tollen ort nicht geben kann, wenn das alte einbezogen werden muss, denn dafür ist schlicht zu wenig platz. es gibt städte, die neue theater bauten, und es gibt städte, die alte theater für neue bedürfnisse umbauten. ich kenne aber keine stadt, die einen altbau und einen neubau auf engem raum gelungen kombinierten. beim kkl war luzern mutig, der alte meili-bau wurde zugunsten eines grossen wurfs abgerissen, dieser mut fehlt jetzt total. und nun die gute nachricht: auch wenn die lage in luzern verzwickt ist, theater ist keine aussterbende kunstform, theater wird`s auch künftig geben, da waren sich alle einig. jacqueline holzer, die direktorin der abteilung design film kunst der hochschule luzern, formulierte es ganz unmissverständlich: „theater ist die absolute zukunftskunst – als gegenpol zur digitalen welt.“ je grösser die reizüberflutung, je grösser die ki-verunsicherung, desto mehr wachse das bedürfnis vieler menschen nach analogen erfahrungsmomenten. begegnung und austausch im zentrum der stadt, das wollen auch die neuen co-leiterinnen des luzerner theaters, katja langenbach (bisher schauspielchefin) und wanda puvogel (bisher tanzchefin), mit ihren programmen bieten, „das theater von den menschen her definieren“. theater ist live-kunst und live-momente haben zukunft. auch in luzern?
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