Freitag, 14. August 2026

MÜNCHEN: PUTSCH

„anleitung zur zerstörung einer demokratie“ lautet der nicht eben zuversichtlich stimmende untertitel des stücks von alistair beaton und dietmar jacobs im münchner metropol-theater, und der titel: „putsch“. nur knappe zwei stunden brauchen die autoren – und dann ist die demokratie dahin….. mit beissendem witz werden die mechanismen der macht und die zerbrechlichkeit sicher geglaubter strukturen brutal seziert. die inszenierung von hausherr jochen schölch setzt auf tempo und schärfe und macht aus der vorlage eine satirische show über den ernstfall, es geht schlag auf schlag: ein skandal, der keiner ist, aber gnadenlos hochgejazzt wird, dauerempörte wutbürger, social-media-hetze, spaltung, unruhe, chaos, wahlen, neuwahlen – und schon sind die an der macht, die da nicht hingehören. klara milkowski ist eine konservative stand-up-comedian und influencerin mit eigener tv-show („klaratext“); beängstigend unappetitlich spielt ina meling diese moralisch sehr elastische frau, deren lieblingsfeindbild muslime und transmenschen sind, und sie führt vor, wie diese klara immer mehr glaubt, ganz offiziell die stimme des volkes zu sein, und sich folgerichtig überzeugen lässt, als kanzlerkandidatin für die extreme partei uhd (unser haus deutschland) anzutreten. die geheimen, gemeinen, gefährlichen spiele im hintergrund orchestriert allerdings uhd-parteichef oskar falk, von michele cuciuffo grossartig gespielt als xxl-schleimer, charmant und zurückhaltend am anfang, dann immer hinterfotziger und radikaler, ein kotzbrocken als staatsmann („unruhe ist unser freund“, schmunzelt er genussvoll). der staat wird in windeseile umgebaut, wir sehen, was wir ahnen, die bitteren pointen jagen sich, man lacht viel in diesem stück, doch – uff – es ist einem nicht wohl dabei. in drei wochen finden die landtagswahlen in sachsen-anhalt statt, wo die afd gemäss neusten umfragen bei über 40 prozent liegt. dieses stück ist ein erschreckendes kondensat der laufenden und bevorstehenden ereignisse. und eine warnung.

Mittwoch, 12. August 2026

LOCARNO: TODOS MIS VIAJES.....

„das habe ich so noch nie erlebt“, sagt mir eine besucherin am locarno film festival, die kaum einen film verpasst. gibt es aber doch, dass ein teil des publikums den saal verlässt, nicht einfach einzelne, die halt mal müssen, und auch nicht ganze scharen, aber doch ziemlich viele und zwar tröpfchenweise, alle paar minuten wieder einige mehr, der saal ist in bewegung, eine permanente unruhe begleitet den film des kolumbianischen regisseurs manuel ponce de león, der im cineasti-del-presente-wettbewerb läuft. „todos mis viajes son viajes de regreso“ (alle meine reisen sind reisen der rückkehr) ist tatsächlich nicht jedermanns und -fraus sache, er wirkt wie ein abenteuerfilm ohne abenteuer und in zeitlupe: ein boot gleitet im 19. jahrhundert auf dem kolumbianischen amazonas, darauf ein junges paar aus schweden auf der suche nach – ja, wonach eigentlich? gold? verwandte? seelenverwandte? oder das 21. jahrhundert? das boot gleitet und die beiden reden und schweigen und schlafen und das boot gleitet in ellenlangen einstellungen weiter. meistens passiert nichts, ab und zu begegnen sie auf einer sandbank einer schrägen gestalt, mal einem mexikanischen general im exil, mal einem schiffbrüchigen, historische realität und persönliche fiktion vermischen sich, aus dem jenseits meldet sich auch noch der vater der jungen frau. ob das eine suche nach dem ich und seinen wurzeln ist oder eine flucht vor diesem ich oder die suche nach einem anderen ich, das alles bleibt rätselhaft. langsam wie der fluss treibt die story dahin. das kann einen in kontemplative stimmung und melancholische reflexion versetzen oder man kann es verstörend und langweilig finden. ich wage mal die prognose, dass dieser film nicht zum breiten publikum finden wird. mir hat er gefallen, mir konnte die unruhe im saal die ruhe, die diese seltsame geschichte verströmt, nicht nehmen.

Montag, 10. August 2026

BASEL: LEBENS(T)RAUM MATTHÄUS

„mehr raum für menschen – statt für blech“ steht auf dem unübersehbaren banner, das sich über den anfang der matthäusstrasse in kleinbasel spannt. das matthäus ist ein quirliges quartier, x nationalitäten, x kneipen, x lebensentwürfe auf engem raum. ein jahr lang testet der kanton basel-stadt hier das superblock-modell: sechs verkehrsberuhigte strassen sollen ein nachhaltigeres und klimagerechteres wohnumfeld ermöglichen, parkplätze wurden (provisorisch) aufgehoben, liegestühle, blumentöpfe, pingpongtische und picknickecken möblieren jetzt fahrbahnen und trottoirs. das quartier erhielt ein völlig neues, sympathischeres gesicht. so richtig in fahrt kam der superblock dann dank einem umfassenden, höchst abwechslungsreichen kulturprogramm. diese private initiative einiger engagierter quartierbewohnerinnen und -bewohner belebt die freundliche umgebung, sie fördert die identifikation und den zusammenhalt und regt auf vielfältige weise an zum austausch über gemeinsamkeiten und unterschiede. das auffälligste, da permanent sichtbare projekt ist die partizipative fotoausstellung „lebens(t)raum matthäus“. alle im quartier waren eingeladen, fotos einzusenden. so kamen mehr als 300 momentaufnahmen zusammen, schulklassen beteiligten sich und altersheime, eine kleine jury wählte dann 74 bilder aus, die jetzt auf 20 plakattafeln überall im quartier gezeigt werden, 74 sehr persönliche und authentische blicke aufs matthäus, ein überaus kurzweiliges und anregendes stimmungsbarometer: kinder, die mit witzigen spielen hässliche betonarchitektur beleben; vier erwachsene, die – wie die beatles einst die abbey road – die feldbergstrasse queren; ein hund bei der morgengymnastik..... das kulturprogramm bietet aber auch körpermusik-workshops neben dem bio-markt, geschichtenwerkstätten, betreutes singen, parkplatzmalen, konzerte mit coolen cover-bands – ein toller groove, so geht quartierleben. wie die stadt dann allerdings weitermacht nach dem versuch, ist noch offen. da muss sich die initiative kulturgruppe wohl an das gedicht von hilde domin halten, das im rahmen von „lyrik für den superblock“ (noch ein projekt) an einem kleinen bäumchen am bläsiring hängt: „nicht müde werden, sondern dem wunder leise wie einem vogel die hand hinhalten.“

Samstag, 8. August 2026

LOCARNO: I RARELY WAKE UP DREAMING

oleh hat eine geschlechtsumwandlung hinter sich, sie war eine frau, jetzt ist er ein mann. olya ist seine partnerin. die beziehung der beiden ist geprägt durch sorgfalt, respekt und zärtlichkeit. putins irrer überfall auf die ukraine verändert das leben dieses sympathischen paares radikal: ukrainische männer müssen in den krieg, ein psychiatrisches gutachten attestiert oleh zwar genderdysphorie, trotzdem erhält er den marschbefehl. «i rarely wake up dreaming» (selten wache ich träumend auf) von isabelle stever und anna melikova verknüpft das grosse drama der ukraine mit der privaten geschichte von oleh und olya, ihren eltern, ihrer schwester und ihrem schwager: nichts bleibt wie es war, jede und jeden trifft dieser krieg anders. soll man sich in den westen absetzen? die geschlechtsumwandlung rückgängig machen? absichtlich das bein brechen, um dienstuntauglich zu sein? stever/melikovas werk ist kein kriegsfilm, sondern ein kammerspiel, das die unterschiedlichen perspektiven dieser menschen auf die unerträgliche situation sehr differenziert, mit langen einstellungen und stillen bildern illustriert. immer wieder von neuem ist man beeindruckt von der ruhe, die ukrainerinnen und ukrainer auch in extremsituationen bewahren und die letztlich das geheimnis ihrer bewundernswerten resilienz sein dürfte. tania myronyshena und markus bright, das herausragende paar im zentrum, sind beide laiendarsteller, die die queere lebensrealität persönlich kennen, was dem film eine dokumentarische dimension und tiefe verleiht. die schwester von olya ist von den massakern in butscha traumatisiert, sie verschwindet und lässt ihr baby mit einem zettel zurück: «bitte bringt dieses kind an einen ort, wo kein krieg ist.» olya nimmt ihre kleine nichte zu sich, wird zur mutter. oleh ist bereit, die vaterrolle zu übernehmen. doch oleh schiebt mittlerweile wache in einem schützengraben an der front. «i rarely wake up dreaming» ist einer von 233 filmen, die dieses jahr am festival in locarno gezeigt werden, ein aufwühlender, ein aussergewöhnlicher.

Dienstag, 4. August 2026

ROTTERDAM: NEDERLANDS FOTOMUSEUM

eigentlich hätte das pakhuis santos, der alte kaffeespeicher am rijnhaven in rotterdam, eine filiale der gehobenen designmarke stilwerk werden sollen. der ausgesprochen stilvolle umbau, der die lagerhausatmosphäre bewahrte und dezent ergänzte, war weitgehend abgeschlossen, als sich die firma 2023 "aus wirtschaftlichen überlegungen" zurückzog. da packte das nederlands fotomuseum die gelegenheit und eroberte sich diesen grosszügigen neuen sitz, der in den historischen backsteinmauern auf fünf etagen und 10'000 quadratmetern aktuelle fotokunst ideal zur geltung bringen kann, traditie in transitie lautet das motto. rotterdam, diese mit aufregenden museen eh schon reich gesegnete stadt, kam so vor sechs monaten zu einem weiteren hotspot. im obersten stockwerk präsentiert "quickscan 3" werke von 20 jungen holländischen fotografinnen und fotografen. ebenso auffällig wie eindrücklich dabei, wie viele mit ihrem medium auf ganz unterschiedliche weise ihre biografie aufarbeiten. xiaoxiao xu zeigt fotocollagen mit kindern, riesigen händen und flutschigen ungeheuern, die sie als vorbereitung auf therapiesitzungen realisierte. anton shebetko dokumentiert die queere community in einer bucht auf der krim, die 2014 mit dem einmarsch der russen ein jähes ende fand. peter pflügler setzt seinem grossonkel hans ein denkmal, der sich ein leben lang selber fotografierte (ein selfie-pionier.....) und von dem trotzdem niemand etwas wusste oder wissen wollte und dessen suizid ein radikales tabu war. hunderte von bildern erzählen im nederlands fotomuseum hunderte von geschichten. und das ultimative bild, das die besucherin in all den ausstellungen vermisst, kann sie am ende per handy auf einen grossen screen hochladen, temporär, bis der nächste kommt - ein abbild unserer schnellebigen zeit.

Donnerstag, 30. Juli 2026

KÖLN: KOLUMBA

kolumbus kennen wir, klar. aber kolumba? kolumba wurde, so will es die legende, durch einen bären vor einer vergewaltigung bewahrt, später heiliggesprochen und dann zur patronin der zunächst romanischen, danach spätgotischen kirche mitten in der altstadt von köln. diese st.kolumba-kirche wurde am 2. märz 1945 durch einen schweren luftangriff zerstört. der grosse schweizer architekt peter zumthor realisierte dann - was ich bis jetzt nicht auf dem radar hatte - vor mittlerweile 20 jahren die neue kolumba: unten eine überaus sorgfältig inszenierte zurschaustellung der archäologischen überreste, aussen anstelle des kleinen mittelalterlichen friedhofs ein stiller, zur meditation einladender garten und oben das museum des erzbistums köln. und das dient nicht etwa katholischer selbstbeweihräucherung, sondern ist ein hochkarätiges kunstmuseum. zumthor schuf dafür 17 ganz unterschiedliche schlichte räume, gross die einen, hoch andere, ganz intim wieder andere, alle mit sandfarbenen betonwänden und von erhabener nüchternheit, ein überwältigendes raum-labyrinth. derzeit ist in der kolumba eine überbordende schau über kunst in zeiten der unvernunft zu sehen: "make the secrets productive", mit werken von über 50 künstlerinnen und künstlern, darunter josef albers, victoria bell, joseph beuys, david bowie, jannis kounellis. man kann sich für diese überreiche ausstellung keine schöneren räume wünschen. in einer stadt, in der kriegsbedingt eine architektur der flächendeckenden trostlosigkeit vorherrscht und talentbedingt auch sonst vieles schief läuft (einsturz des stadtarchivs wegen fehlern beim u-bahn-bau, renovation der oper jenseits aller budget- und zeitpläne), ist ein dermassen gelungener bau ein absoluter lichtblick. zumthor gelang gewissermassen das ei der kolumba.

Montag, 27. Juli 2026

BREGENZ: DIE AUSFLÜGE DES HERRN BROUČEK

einmal zum mond und zurück, einmal ins mittelalter und zurück. «die ausflüge des herrn brouček», die leoš janáček vor hundert jahren vertonte, sind eine reise durch zeit und raum, selten gespielt, doch jetzt an den bregenzer festspielen zu geniessen. mit viel, sehr viel bier (acht im ersten, neun im zweiten teil der oper) katapultiert sich der spiessige prager kleinbürger matěj brouček in andere welten: tagträume, albträume, nahtoderfahrungen. der britische tenor peter hoare liefert mit grandioser bühnenpräsenz und einer stimmlichen parforce-leistung (komplexe tschechische sprachmelodien, zwei stunden lang) eine prächtige interpretation dieses anti-helden, strickjacke und hornbrille, verschroben, verklemmt, vom leben und seinen veränderungen überfordert. die menschen auf dem mond erschreckt er, weil ihm seine prager würstchen das wichtigste sind, und im 15. jahrhundert phantasiert er sich zum helden der hussitenkriege – dieser brouček ist eine geradezu liebenswürdige karikatur menschlicher schwächen. «ein sturm des wahnsinns fegt durch mich hindurch», singt er einmal, was regisseur yuval sharon und bühnenbildner jon bausor natürlich ernst nehmen und den wahnsinn satirisch auf die spitze treiben, da ist alles drin, von broučeks biederem häuschen, das zur mondrakete wird und richtung bühnenhimmel abhebt, bis zur persiflage von sandalen-filmen. und auch die wiener symphoniker unter der leitung von robert jindra kosten die vielen stimmungen, die die partitur bietet, in ihrer ganzen breite aus, das parodistische und das pathetische, die überraschenden wechsel, süffige walzer, schwermütige choräle, subtile motive, in dieser musik steckt immer mehr als bloss oberflächliche komik. neben dem tenor spielt das orchester hier eindeutig die zweite hauptrolle. das publikum dankt es mit üppigstem applaus. es muss in bregenz also nicht immer nur «carmen» und «nabucco» und «zauberflöte» sein, die ausflüge des herrn brander berücksichtigen gerne auch mal einen selten gespielten janáček.  

Samstag, 25. Juli 2026

MÜNCHEN: JUDITH ALBERTS SALON DER GEZEITEN

die wirkung ist phänomenal: je nach licht und blickwinkel schimmern die einschlüsse im stein hellblau, türkis, silbrig, grün-grau oder petrolfarben. der grobfleckige granit stammt aus einem norwegischen steinbruch direkt am meer und der aussergewöhnliche optische effekt entsteht durch feldspatkristalle mit einem hohen anteil an labradorit. können sie sich nicht vorstellen? tönt zu geologisch? dann sollten sie zum maria-nindl-platz in münchen-oberföhring fahren. dort realisierten die schweizer künstlerin judith albert und ihr kongenialer partner gery hofer aus diesem labrador-emerald-pearl-granit (so heisst er ganz offiziell) eine chesterfield-sitzgruppe, frei zugänglich, prominent platziert auf dem zentralen platz in diesem neuen quartier. hoch über dem sofa und den sesseln hängt eine riesige mondkugel, die in der dämmerung leuchtet. das ganze nennt sich „salon der gezeiten“, denn rund um das chesterfield-ensemble steigt das wasser in einer unregelmässigen regelmässigkeit rund 15 zentimeter hoch und dann versickert und verdunstet es langsam wieder, ebbe und flut en miniature. wer hier sitzt, kann also auch mal nasse füsse bekommen. das miteinander von öffentlichem raum, kunst, natur und licht wird hier zu einem heiteren wasserspiel, originell, witzig, magisch. kein wunder, erweist sich dieser „salon der gezeiten“ bereits als absoluter hotspot im quartier, den sich die kinder lustvoll erobern und der erwachsene gleichermassen erfreut und staunen lässt. dem studio judith albert ist in münchen ein echter volltreffer gelungen.

Montag, 20. Juli 2026

MÜNCHEN: DER BLINDE PASSAGIER

man sieht wellen, die im nächtlichen licht schimmern, man hört ihr sanftes rauschen. und dann plötzlich: platsch! da ist jemand ins wasser gestürzt, man sieht nicht wo, man sieht nicht wer. nacht, nebel, ungewissheit – so beginnt „der blinde passagier“ am münchner volkstheater. die wiener jüdin maria lazar (1895-1948) schrieb dieses stück über eine flucht 1938, es steht für das schicksal tausender, geriet zu unrecht in vergessenheit und wurde vor einigen jahren wiederentdeckt. die atmosphärische dichte des anfangs vermag die inszenierung von adrian figueroa bis zum schluss zu halten, auch dank einer imposanten kulisse: irina schicketanz hat ihm einen in die jahre gekommenen dänischen küstenfrachter gebaut, und je nachdem wie sich die grosse drehbühne dreht (und sie dreht sich zu oft), blickt man in die kajüte, in die kombüse, in den frachtraum. die enge auf diesem schiff wirkt immer bedrückender, zwischen physischer nähe und psychischem stress verschärft sich das drama. welches drama? carl, der sohn des kapitäns, hat den ertrinkenden, einen jüdischen arzt auf der flucht aus deutschland, gerettet und auf dem schiff versteckt. der junge, von cedric stern mit erfrischender vehemenz gespielt, sieht eine moralische pflicht, diesem mann zu helfen. carls vater, seine schwester und ihr bräutigam realisieren erst nach und nach und jeder anders, dass sie einen blinden passagier an bord haben, das hervorragende ensemble führt das ganze spektrum möglicher reaktionen vor: aggressiv, solidarisch, hilflos. das dilemma, entweder ein menschenleben zu retten oder von der hafenpolizei erwischt zu werden und damit die eigene zukunft zu gefährden, überfordert und spaltet die familie, der streit um gesetz und gewissen eskaliert. die hektik der diskussion lässt dem publikum allerdings kaum zeit für reflexion. silas breiding als blinder passagier bleibt der ruhende pol, er beobachtet, er hört zu, er bleibt immer freundlich. einmal sagt er ganz bei sich: „es gibt menschen, von denen verlangt man, dass sie nirgends sind.“ dann geht er auf deck und erschiesst sich.