unglaublicher
hype im märz, als im haus der kunst in münchen die grosse schau von matthew barney
eröffnet wurde. irgendwie überraschte mich damals schon, dass selbst
ausgefuchste kunstkritiker keine worte fanden, die den gegenstand dieses hypes, den sie mitveranstalteten,
auch nur einigermassen erklären konnten oder wollten. und jetzt? jetzt liegen
sie verlassen da in diesen grossen hallen, die absurden und absurd grossen
objekte: aus bronze gegossene oder aus gelbem schwefelschaum modellierte
negativ-abdrücke von autos (chrysler, pontiac, ford). und in einem nebenraum
das storyboard zur mehrstündigen filmoper „river of fundament“, in welcher
goldene stossstangen und ähnliches autozubehör die hauptrollen spielen und
mehrheitlich männliche geschlechtsteile die nebenrollen. noch selten in
dermassen leeren hallen dermassen viele ratlose gesichter gesichtet. was mich
doch irgendwie beruhigt. der hinweis auf den kanopenschrein der alten ägypter
im katalog hilft auch nicht wirklich weiter; ich bringe den chrysler und osiris
trotz diesen museumspädagogischen krücken einfach nicht zusammen.
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